Bamberger Diözesanmuseum

© Pressestelle/Hendrik Steffens

Penibel, aber vor allen Dingen stolz reinigt Ludwig B. die Vitrinen im Diözesan-Museum in Bamberg. Umgeben von historischem Reichtum erinnert er sich daran, dass er sein Berufsleben nicht immer lachend verfolgen konnte.

Der lernbehinderte Fünfzigjährige begann seinen Start in die Arbeit mit dem damals nicht unüblichen Verfahren Sonderschule Lebens– hilfe. Doch schnell zeigte sich, dass er mit seiner geschickten handwerklichen Art mehr punkten konnte. Er kam zur Firma Bosch und half bei der Produktion von Einspritzdüsen. Es folgten Tätigkeiten im Landschafts- und Gartenbau, Dachpappeherstellung, Hochbau, Gebäudereinigung.

Doch die Wirtschaftskrisen zeitigten bei Ludwig B. einen ganz besonders negativen Effekt. Nicht mehr Geschicklichkeit galt, sondern nachweisbare Ausbildung. Und so häuften sich die Zeiten der Arbeitslosigkeit. Mit zunehmendem Alter wurde der Wiedereinstieg immer schwieriger. Schließlich landete er im Arbeitslosengeld 2, dem gefürchteten Hartz IV.

Um diesen Abwärtstrend zu stoppen, entschied das JobCenter Bamberg den ifd Oberfranken zur Unterstützung einzuschalten. Trotz umfangreicher Kontakte in die örtliche Wirtschaft, Verwaltung, Handwerk und Kirche, erwiesen sich die Voraussetzungen schwerbehindert, fünfzigjährig, ungelernt, wenig mobil als große Herausforderung. So benötigte die Diplom-Pädagogin Janette Geyer viele Monate, um eine erfolgreiche Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung melden zu können. Doch die Ausdauer wurde belohnt.

Stolz können sie sein; der Klient und seine Betreuerin. Aber dabei bleiben sie nicht stehen. Was errungen wurde, muss auch gehalten werden. Deshalb unterstützt der ifd Oberfranken auch weiterhin Ludwig B., wie auch seinen Arbeitgeber.

Ein Erfolg der sich sehen lassen kann.

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